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ARCHIV ZUM WORKSHOP 2010
5. Ostseeworkshop in Futterkamp
Der vierte Workshop in Futterkamp, der fünfte insgesamt, fand vom 24. bis 26. September 2009 statt. Und 2010 war vieles
anders....
...ein neues Konzept !
In den Vorjahren war der Ostsee-Workshop eine bunt gemischte Aneinanderreihung unterschiedlicher kurzer Einheiten in
Theorie, Demonstrationen und praktischer Reiterei, bei der jeder berittene Teilnehmer an allen praktischen Einheiten
mitmachen konnte.
Auf Anregung einiger Teilnehmer und Referenten aus den Vorjahren, hatten wir 2010 ein anderes Konzept. Es gab vier
Referenten aus unterschiedlichen Richtungen der Reiterei: Antje Bandholz, Antje Kreutzer, Ludwig Massmann und
Franz-Martin Stankus, die jeder mit jeweils 3-4 fest zugeteilten Reitern (die Reiter konnten sich "ihren" Referenten
aussuchen) an allen drei Workshop-Tagen in je einer Unterrichts-Einheit täglich arbeiten konnten, so daß man bestenfalls
einen tatsächlichen Fortschritt bei Reitern und Pferden erreichen und beobachten konnte, was auch bei fast allen
berittenen Teilnehmern der Fall war. Am Samstag-Abend hatten alle Referenten die Möglichkeit, einen kurzen theoretischen
Vortrag zu halten, dem auch alle Teilnehmer trotz Müdigkeit aufmerksam und interessiert folgten.
Für die unberittenen Teilnehmer und auch die Referenten war es interessant zu sehen, wie Reitlehrer unterschiedlicher
Provenienz an zum Teil ähnliche Probleme herangehen und mit verschiedenen, aber auch teilweise überraschend ähnlichen
Herangehensweisen zu befriedigenden Lösungen mit "ihren" Reitern und Pferden kamen. Es fand auch ein reger und
überwiegend sehr fruchtbarer Austausch der Referenten und Teilnehmer untereinander statt, der sich wohl auch in einigen
Fällen noch über den Workshop hinaus fortsetzen wird - wir nennen das den "Workshop-Effekt".
Vervollständigt wurde die Referenten-Riege durch unsere bewährte Sattlerin Natascha Gauert, die einen sehr
Praxis-bezogenen Vortrag über Sättel hielt, den sie mit reichlich Anschauungs-Material unterlegen konnte.
Nicht zuletzt sei unser Moderator Guido Bandholz erwähnt, der den gesamten Workshop eloquent begleitet und vor allem
auf die Einhaltung der vorgegebenen Zeiten geachtet hat. Ich glaube, es gab noch keinen Workshop vorher, bei dem wir so
regelmäßig und pünktlich zu den Mahlzeiten bei Frau Fischer in der Futterkamper Internats-Kantine erschienen sind.
Natürlich möchten wir es nicht versäumen, uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren Referenten und dem Moderator
sowie bei den Teilnehmern zu bedanken!
Der Workshop ist aber nicht nur "Arbeit". Genauso wichtig, wie die Vorträge und die Reiterei ist der "gesellschaftliche"
Teil. Dadurch, daß die meisten Teilnehmer im dem LVZ Futterkamp angegliederten Internat untergebracht sind, alle
Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden, und Gelegenheit zu allabendlichem gemütlichem Zusammensein besteht, lernt man
einander kennen, oder trifft alte Bekannte wieder, kommt in's Gespräch und hat eine Menge Spaß. Dieser Teil des Workshop
ist zumindest uns, den Veranstaltern, sehr wichtig, hat er doch schon zu vielen Freundschaften geführt, die langen
Bestand haben.
Was dieses Jahr leider, weil der Tag nun mal nur 24 Stunden hat, zu kurz gekommen ist, ist der theoretische Teil des
Workshop, so daß vor allem die unberittenen Teilnehmer vielleicht nicht ganz so viel mitnehmen konnten, wie in den
Vorjahren. Wir werden also unser Konzept noch einmal überdenken und planen bereits für den Workshop 2011.
Fazit: Es hat wieder einmal großen Spaß gemacht, und wer nicht dabei gewesen ist, hat etwas verpasst!
Der einzige Wehmutstropfen war, dass der berühmt-berüchtigte Ostseeausritt am Sehlendorfer Strand leider
der Kurverwaltungs-Bürokratie zum Opfer gefallen ist. Als wir am Montag morgen frohgelaunt mit 4 Gespannen auf den
Strand-Parkplatz einbogen, kam eine aufgebrachte Frau aus dem
Kurverwaltungs-Häuschen gesprungen und pfefferte dem letzten Auto ein Blatt Papier durch's Fenster, auf dem fett
mit Gelb angemarkert zu lesen war, daß nach Paragraph sowieso das Reiten am Strand bis zum 31.10. verboten sei,
und sie meinte es Ernst, hatte sofort die Polizei alarmiert, wie wir nachher erfuhren.
Um keinen Ärger zu bekommen und auch das LVZ Futterkamp vor Schwierigkeiten zu bewahren, mussten wir zähneknirschend
auf den Strandritt zu verzichten.
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| www.ostsee-workshop.de | Letzte Änderung am 05.05.2011 |
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